We Rise by Lifting Others
Marinella Senatore für The Human Safety Net

Das Projekt, das als kollektives Erlebnis und als Ausstellung gedacht ist , nutzt die universelle Sprache der Kunst, um Räume für Zuhören, Fürsorge und gemeinsame Chancen zu schaffen, und geht dabei von einer grundlegenden Überzeugung aus: Wir wachsen wirklich nur, wenn wir uns gegenseitig unterstützen.

Das Projekt entwickelt sich als partizipativer Prozess, der sich mit den Themen Inklusion, Resilienz, Hoffnung und menschlichem Potenzial auseinandersetzt. Marinella Senatore arbeitete mit Familien zusammen, die von sozialer Ausgrenzung bedroht sind und von The Human Safety Net, sowie den NGO-Partnern Ta Szansa in Warschau, Istituto Casa Famiglia San Pio X in Mestre und dem Centro per la Salute delle Bambine e dei Bambini in Palermo begleitet werden. Durch Workshops für Bewegung, Schreiben und Erzählung haben Eltern und Kinder Erfahrungen und Emotionen in einem Raum geteilt, der auf gemeinsamem Zuhören und gegenseitiger Fürsorge beruht, und so eine vorübergehende Gemeinschaft geschaffen, die auf dem Wert jeder Erfahrung gegründet ist. Eine Gemeinschaft, in der Vulnerabilität keine Einschränkung mehr ist, sondern eine Ressource, aus der neue Möglichkeiten entstehen können.

Die entstandenen Geschichten bilden den lebendigen Stoff der ausgestellten Werke, in deren Mittelpunkt eine monumentale Luminaria steht, eine Lichtinstallation, inspiriert von barocken Kerzenleuchtern und Volksfesten, und neu interpretiert als bürgerliches Denkmal zur gegenseitigen Unterstützung. Daneben verwandeln handgewebte Wandteppiche, hergestellt von der Chanakya School of Craft in Mumbai, die kollektiven Erzählungen in dauerhafte textile Formen.

Marinella Senatore (Cava de’ Tirreni, 1977) ist eine multidisziplinäre Künstlerin, deren Arbeit sich mit dem ästhetischen und politischen Potenzial kollektiver und partizipativer Prozesse auseinandersetzt. Ihr Gesamtwerk umfasst Installationen, Lichtarbeiten, Filme, Textilien und Performances, die im Rahmen von Gemeinschaftsprojekten entstehen. 2012 gründete sie The School of Narrative Dance (SOND), eine weltweit aktive nomadische Bildungsplattform. Ihre Werke sind in bedeutenden Institutionen sowie in öffentlichen und privaten Sammlungen zu sehen.